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Christian Stephan Hug

ab dem 1. mai

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wir bleiben auf sendung. mit beiträgen und entspanenden naturklängen schmeicheln wir eurem gemüt.

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Eine dunkle Nacht V1.85

 

Folgende Kurzgeschichte entstand während meiner Irlandreise im August 2019. Bislang blieb sie noch unvollendet, doch will ich sie euch nicht länger vorenthalten.

Schliess deine Augen. Das licht um dich herum erlischt allmählich. Du hörst den Regen draussen. Tropfen wie Hagelkörner trommeln gegen das brüchige Fensterglas. Der Wind drückt sich durch alle ritzen. Es jammert und wimmert durch das ganze Haus. Und Donnergrollen ist all gegenwärtig.
Ja es war eine finstere und stürmisch Nacht.
Ein Klopfen hallt durch das Haus. Zuerst – kaum hörbar. Allmählich hebt es sich vom Donnergrollen ab.
Lord Lionsden und seine Enkelin treffen sie am Treppenabgang.
„Casandra. Hörst das klopfen?“
„Ja.“
Lionsden tat einen tiefen Seufzer.
„Ein Glück. Ich dachte schon…“
„Es wäre ein Geist?“
„Mach dich nicht lächerlich.“
Martha das Hausmädchen, und Butler Jenkins standen an der Tür am Zwischenboden.
„Sir hat sie das Klopfen geweckt?“
Die Stufen ächzten, als Lord Lionsden sich stufe für Stufe auf Jenkins zu bewegte.
„Ja. – Aber nun, scheint es verschwunden zu sein.“
Donner, prasselnder Regen und heulender Wind. All dies war zu höhren. – Bloss, – kein Klopfen.
Lionsden räusperte sich.
„Also dann, wüsche ich eine gute Nacht.“
Lord Lionsden war fast wieder oben angekommen, als das Klopfen von neuem begann. – Nur Lauter und schwerer.
„Sir.“
Sprach Jenkins.
„Ich denke da, ist jemand an der Tür.“
Wieder quälte sich Lionsden die Treppe hinunter.
Das Klopfen wurde kräftiger und von einem leisen Kratzen begleitet.
„Jenkins. Sehen SIE nach, wer das ist und was er um diese Stunde von uns begehrt.“
„Wie sie meinen Sir.“
Jenkins ergriff die flackernde Taschenlampe und schlich zur Tür.
Eiskalter Wind und Regen schlugen ihm ab dem Moment ins Gesicht, in dem er sie öffnete.
Die Dunkelheit verschluckte das bescheidene Licht der Taschenlampe.
Er Kniff die Augen zusammen und starrte in tiefes schwarz.
„Ist – da – jemand?“ Schrie er in den Sturm hinein.
Er erhielt keine Antwort.
Mühselig drückte er die Tür wieder zu.
Jenkins zuckte zusammen.
Den das Klopfen erklang erneut.
Wieder öffnete Jenkins die Tür. Wieder schrie er ins Dunkle, wieder hörte man keine Antwort.
Jenkins wollte die Tür wieder schliessen, – doch da war das Klopfen abermals zu hören. Diesmal hatte es den Klang von Stein – auf Stein.
Jenkins sah auf den Boden.
Ein zerlumptes und durchnässtes Mädchen kauerte vor der Tür. Jenkins erkaltete das Blut in den Adern, als ihn die leblos grünen Augen durch ein Büschel von zerzaustem roten Haar anstarrten.
Ihre Lippen bewegten sich doch das Prasseln des Regens und der Donner verschluckten jeden Laut.
Casandra trat näher.
„Ist es ein Geist?“
Jenkins schwieg.
„Mach dich nicht lächerlich Kind. Jenkins, was ist?“
„Nur – ein ungebetener Gast. Sir.“
„Schicken sie ihn weg?“
„Das kannst du nicht.“
Entführ es Casandra empört.
„Doch. Ich kann und ich will. Ich dulde hier keine Fremden.“
Cassandra biss sich auf die Unterlippe.
„Grossvater hast du nicht immer gesagt, – dass man jedem der in Not ist die, Hand reichen soll.“
Lord Lionsden knurrte.
„Ja. – Nur wen man selber in not ist, lässt man die Hand in der behaglichen Tasche.“
Casandra näherte sich dem Mädchen.
Jenkins lassen sie sie endlich rein und schlissen sie die Tür, bevor das Haus gänzlich unter Wasser steht.
„Nein! habe ich gesagt.“
„Martha, Jenkins. So helfen sie mir doch und sagen was. Das geht nicht das wir sie zurück in den Sturm schicken.“
Das Mädchen griff nach Casandra’s Arm und zog sie zu sich herunter.
„Bitte helft mir. Es wird nicht euer Schaden sein.“
„Hast du gehört Grossvater. Sie würde uns im Haus helfen. Und Hilfe können wir gebrauchen.“
Das Mädchen lächelte.
Lord Lionsden knirschte mit dem, was von seinen zähnen noch übrig war.
„Meinetwegen. Sie darf rein kommen.“
Er drehte sich um, die stufen ächzten.
„Aber seht mir zu das sie keinen ärger macht. Gute Nacht.“
Eine Tür knallte zu.
Vor sich her fluchend, sah Casandra ihrem Grossvater nach.
Sie griff nach der Hand des Mädchens. Ein Gefühl, als ob sie 1000 Steine verschluckt hätte, lastete in ihrem Magen.
„Kannst du aufstehen?“
Das Mädchen schüttelte ihren Kopf. Gleich einer Windfahne bei Sturm.
„Martha, Jenkins helfen sie ihr. Ich hol eine Decke.“
Im Kamin prasselt ein Feuer. Das Rauschen des Feuers verschmilzt sanft mit dem Klopfen des Regens und Jammern des Windes.
Casandra bewunderte die feinen fast anmutig wirkenden Gesichtszüge unter dem feuerroten Durcheinander welches eher an ein Vogelnest, als Haaren glich. Ihr Umhang war dreckig und zerschlissen ihre Hände arme und Beine zerschunden.
Casandra schüttelte den Kopf.
Was ist den passiert, ähm…“
„Gwendolin.“
Antwortete sie, auf diese ungestellte Frage.
„Ich war mit meinen Eltern unterwegs, ein hinkendes Schaf tauchte auf dem weg auf..“
Casandra zuckte zusammen.
„Die Pferde scheuten. Ich fiel vom Wagen zwischen die Hufe. Sie haben mich ein paarmal getreten.
Sie lächelte Gwendolin an, als sie den Rock des Mädchens zurückschob.
Das Schaf blökte und die Pferde gingen durch, und verschwanden mit meinen Eltern im Sturm. Ich wartete eine ganze Weile. Niemand kam. Ich habe angst, dass ihnen etwas passiert ist..“
Casandra griff nach der eisigen Hand des Mädchens.
„Wir helfen dir morgen, deine Eltern zu suchen. Aber sagtest du, – ein hinkendes Schaf sei euch vor den Wagen aufgetaucht?“
Gwendolin nickte.
„Das kann nur…“
Flüsterte Martha.
Jenkins nickte.
Was meinst du Martha.
„Kind du kennst doch die Geschichte?“
„Doch, doch. Klar kenne ich sie. Unser Gast vielleicht nicht?“

„Ein Schäfer wurde vom Blitz erschlagen, als er versuchte ein, hinkendes Schaf in einer regnerischen Nacht einzufangen. Seither geschieht Schreckliches, wen jemand das Hinkende Schaf sieht. Wenn es donnert und grollt, und die Finsternis sämtliches Licht verschluckt.“

„Alt Weiber Geschwätz. – eine Geschichte für leichtgläubige Gemüter und Narren. Ein Schaf als Todesengel, – gibt es nicht. Ausserdem haben wir in dieser Gegend seit langem keine Schafe mehr.“
Lionsden Stand neben der Tür und hatte gelauscht.
„Cassandra, lass gut sein. Die Beine sind gebrochen, das sehe ich von hier aus.“
Er blickte auf die eichene Standuhr, die gemächlich vor sich her tickte.
„Jenkins. Rufen sie Dr. Morbo an. Wie ich ihn kenne, dürfte er noch mit einem Patienten namens Walker beschäftigt sein, um ihn auf seinen geistigen Inhalt zu prüfen. –
Er soll morgen früh vorbei kommen. Erinnern sie ihn an den Gefallen, den er mir schuldet. – Wen es sein muss.“
„Ja, Sir.“
„Ach Jenkins.“
„Ja.“
„Sollte der Doktor in der Gesellschaft des Constables sein …“
Grübelnd sah er das Mädchen an.
„… Sagen sie ihm das er ihn gleich mitzubringen habe. Es ginge um zwei vermisste Personen.“
„Wie sie meinen Sir.“
Gwendolin lächelte.
„Nun geht alle schlafen.“
„Darf ich die Nacht hier unten bleiben?“
Fragte Casandra ihren Grossvater.
Lionsden seufzte.
„Jemand sollte sichergehen, dass unser Gast keinen Unfug treibt.“

Casandra lächelt Gwendolin zu.

Das Feuer lodert, der Wind rauscht durch die Baumwipfel. Regen klopft an den Fenstern. Das Ticken der Uhr und die Stimmen zweier Mädchen, die sich verstehen, erfüllen den Raum.
Gwendolin schloss ihre Augen.
„Ich danke dir.“
„Wofür den?“
„Dass ich die Nacht bei einer Freundin bleiben darf. Nun kann ich in Frieden schlafen.“
„Nicht zu danken.“ Gähnte Casandra.

Letzte Tropfen fallen. Der eisige Wind peitscht schwere Wolken über das Land. Der Geruch von feuchtem Gras und nassem Holz liegt in der Luft. Von weitem hört man ein Specht.
Es klopft an der Haustür.
Jenkins, dessen Augen schmale Schlitzen glichen, öffnete gähnend die Tür.
„Morgen, die Gentleman. Bitte verzeihen sie, es war eine aufreibende Nacht.“
Lionsden bemüht sich fluchend die Treppe herunter.
„Morgen die Herren. – Oh in Begleitung des Sergeant. Hätte nicht von ihnen erwartet das sie sich hier her bemühen.“
„Hätte ich im Normalfall auch nicht. Doch es könnte in Verbindung mit einem Vermisstenfall stehen, den wir derzeit bearbeiten.“
Atemlos eilt Casandra heran.
„Gwendolin. – Sie ist verschwunden.“
„Last sie uns suchen, weit kann sie nicht sein.“
Nach einem Augenblick, entdeckt der Constable eine Spur im schlammigen Boden, die quer über das Anwesen führt.
Eine Ganze weile folgen sie der Spur, bis sie an einen weg am Rande des anwesend kamen.
Eine Gestalt mit schwarzem Umhang lag im weichen Grass.
„Lord, Lady. Ich glaube, der Angelegenheit sollten wir, uns annehmen.“
Der Sergant und seine Männer näherten sich dem leblosen Körper. Ein Mädchen mit blassen grünen Augen rotem Haar und so ebenmässigen Gesichtszügen das selbst ein Engel neidisch würde.
Doctor Morbo schüttelt seinen Kopf.
Der Sergeant Kam zurück.
„Ich bedaure, dies sagen zu müssen, aber sie ist tot.“
Casandras Lippen wurden schmal.
Der Constable reichte dem Sergeant einen Kleinen Beutel und einen Zettel.
„Das hielt die Tote umklammert Sir.“
Er öffnete den Zettel.
„Miss ich glaube, das ist für sie.“
Er überreicht Lionsden’s Enkelin Zettel und Beutel.
„Casandra, ich danke dir für deine Freundschaft.
Du wahrst mir eine Freundin, als ich sie am meisten brauchte.
Gwendolin“

Casandra öffnete den Beutel und tränen füllten ihre Augen, als ihr edle steine entgegen strahlten.
Der Sergeant räusperte sich.
„Sie kannten die Tote?“
„Ja.“
Antwortete Lionsden.
„War so unverschämt und klopfte letzte Nacht an meine Tür.“
Doctor Morbo trat heran und schüttelte seinen Kopf.
„Unmöglich. Der Genickbruch war sofort tödlich. Und wie es aussieht, liegt sie hier seit etwas mehr als 24 Stunden.“
Casandra rang nach Luft.
„Aber dann…“
Zornig sah Casandra ihren Grossvater an. „Glaubst du nun an Geister?“
Lord Lionsden. Schüttelte seinen Kopf.
„Niemals.“
Und im Hintergrund blökt ein Schaf, das es nicht gibt.

Die elf Gebote für den Koch

Die elf Gebote für den Koch

1. Kaufe nie eine Uhr, damit du nicht siehst, wie lange du arbeitest.

2. Stelle dich darauf ein das täglich mindestens 120 Personen etwas essen wollen.

3. Merke, der Gast ist König auch, wen er sich nicht wie ein solcher benimmt.

4,lebe in dem Bewusstsein, dass du auch nach 3 Jahren Lehrzeit eine vollkommene Niete bist. Jeder Gast kann besser Kochen als du.

5. Unterlasse es nie, dem Patron die Füße zu küssen wenn er dir einen Kaffee zum ½ Preis spendiert.

6. Wage es nie, den Patron darauf hinzuweisen, dass du nach ca. 18 Stunden arbeit (genau weist du es nicht, siehe 1. Gebot) müde bist.

7. Halte dich fern von Autos, Ferien, Zigaretten, Alkohol und Frauen. Du kannst sie dir nicht leisten.

8. Miete dir nie eine Wohnung, du kommst sowieso nie aus der Küche raus.

9. Führe nicht Buch darüber wie viele Monatslöhne dir der Patron schuldet, du bekommst sie sowieso nie ausbezahlt.

10. Hüte dich davor den Patron um die Einhaltung des L-GAV zu bitten, sonst fliegst du.

11. Tue alles um vorzeitig pensioniert zu werden oder eine IV Rente zu erhalten. Bei beiden Versicherungen ist die Mindestrente höher als dein Lohn.